Abnehmen

Die Geschichte meines Gewichts.

Lange bevor ich diesen Blog angefangen hab, bin ich schon diversen Blogs gefolgt. Ich hab eine Taskleiste voller Tabs, mit Blogs und Beiträgen, die ich immer und immer wieder anklicke. Kommentieren konnte ich nicht – ohne Account bei vielen einfach nicht möglich.
Jetzt mit dem Blog ist das möglich. Ich kann darüber schreiben, was mich während des Abnehmens bewegt, wie ich mit Dingen umgehe und mir Hilfe holen. Euch von mir erzählen und mir eure Geschichten noch sortierter ansehen.

Im Februar hab ich einen Blog gefunden, der Challenges teilt und zum Mitmachen anregt. Da hab ich zum ersten Mal wirklich über einen Abnehmblog nachgedacht. Um mitzumachen. Challenges mitzuverfolgen, mitzuwirken, mein Ziel zu erreichen.

Jetzt hab ich einen Blog. Bin bereit, die Challenges anzunehmen und dabei hoffentlich noch einiges über mich zu lernen – über mich und meinen Weg.

Die erste Aufgabe des Blogs ist direkt richtig groß angelegt. Fragen zur Kindheit, zum Gewicht beantworten.
Einiges hab ich in meinem ersten Beitrag schon erzählt, aber längst nicht alles.
Ich klink mich dann mal ein bisschen spät ein, Gemeinsam zum Wunschgewicht, und hoffe, das ist okay. 🙂

Wen also die Geschichte meines Gewichts interessiert, der kann sie hier nachlesen:

Ich fühlte mich schon so lange ich denken kann, unwohl in meinem Körper. Ich hatte immer Babyspeck im Gesicht und am Bauch. Es war nicht zu viel, sondern wahrscheinlich ganz normal, aber ich hab mich soviel damit beschäftigt, dass ich mich unwohl fühlte – vor allem weil alle um mich rum in meinen Augen so dünn waren. Und das ging über die Grundschule bis zur weiterführenden Schule so.

Ich hab damals schon Schokolade als Emotionsstopper gesehen. Wenns mir schlecht ging, die Mathe Hausaufgaben nicht funktionieren oder es Ärger mit Mama und Papa gab. Immer war da die Schokolade. Und wenn mein eigener Vorrat vom Geburtstag oder Weihnachten aufgebraucht war, bin ich an den Schrank von Mama und Papa gegangen. Das war bei uns nicht verboten, aber ich hab trotzdem immer nur soviel genommen, dass es nicht auffiel in der Süßigkeitenverpackung. Sonst hätte ich wahrscheinlich einiges mehr gegessen.

Das Gewicht blieb über Jahre konstant (2007: 73kg, 2010: 73kg). Dieses Gewicht hat sich bis zum Abi 2012 nicht geändert. In einem kurzen Zeitraum wog ich 71kg, weil meine Mama da eine Diät ausprobierte und ich mitmachte. Aber das hielt nicht lange, weil ich zu der Zeit viel  zu wenig aß und anschließend naschte ohne Ende.

Wie es nach dem Abi und während dem Studium lief, hab ich bereits in meinem ersten Blogbeitrag thematisiert – da kam es zu einer großen Zunahme, weil ich nach dem Abi fast nur zu Hause war und während dem Studium den Stress und das schlechte Mensa Essen mit Süßigkeiten kompensiert hab.

Ein weiterer Faktor war mein Freund.
M. kann alles essen, ohne zuzunehmen. Und ich hab langsam aber stetig mein Essverhalten an seins angepasst – nur dass mein Gewicht darunter litt.

Einen richtigen Jobstart hatte ich wegen des dualen Studiums nicht, aber das Ende des Studiums stand für mich trotzdem für Veränderung und mein Abnehmweg begann.

Bis Mitte 2016 ging das Gewicht runter. Dann nicht mehr. Ich fühlte mich wohl, aß, ohne auf etwas zu verzichten, mein Gewicht blieb. Zwischen 71kg und 73kg, das Gewicht meines Lebens 😀

Anfang 2017 hatten wir einige Hürden zu überwinden (mehrfache Krankenhausaufenthalte, Urlaubsstornierung…).
Ich konnte in dieser Zeit kaum etwas essen. Abgenommen hab ich aber nicht, weil ich zwar nicht viel aber das Falsche gegessen haben – Emotionsessen eben.

Und dann hab ich immer und immer wieder einen Plan gemacht, bis wann ich wieviel abgenommen haben möchte. Und dann entstand der Blog. Damit meine Bereitschaft abzunehmen nicht nur auf einem Blatt Papier festgehalten wird.

Seitdem ich abgenommen hab, fühle ich mich soviel besser. Ich fühle mich wohler. Kann Klamotten tragen, die mir gefallen. Nehme Komplimente an.
Jeder sollte sich lieben wie er ist und ich liebe mich mit 18kg weniger auf den Rippen mehr als vorher (zur Selbstliebe kommt nochmal ein separater Beitrag…!).
Ich hab immer noch Problemzonen, die ich nicht mag. Meine Oberschenkel, z.B., die waren schon immer zu riesig. Und mein Bauch ist seitdem ich mit Sport aufgehört hab, nicht mehr so definiert, wie er Mitte 2016 war (von einem sixpack immer noch und wahrscheinlich für immer weit entfernt :D). Dafür liebe ich meine Schlüsselbeine (seltsam :D).

Um mich noch wohler zu fühlen bzw. wieder wohler zu fühlen, möchte ich noch mindestens fünf Kilo verlieren und definierter werden.
Ich habe wieder mit Sport angefangen und allein diese Bewegung führt schon dazu, dass ich mich besser fühle. Und das zeigt mir, dass es mir nicht wie zu Beginn meines Weges nur um das Abnehmen an sich geht, sondern darum mich wohler zu fühlen. Das Gewichtziel ist ein Ansporn und ich hoffe es zu erreichen, aber mein Spiegelbild muss mir gefallen und mich anlächeln.

ZiskaMaria

-0,5kg

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4 thoughts on “Die Geschichte meines Gewichts.”

  1. Wirklich sehr schön geschrieben. „Jeder sollte sich so lieben wie er ist“ ist eine sehr tolle Einstellung, die viele junge Leute leider nicht mehr haben. Sie werden von Schönheitsidealen geplagt und sind immer unzufrieden, ganz egal wie sie aussehen. Daher großen Respekt an deine Einstellung. Ich hoffe mal das mit den Krankenhausaufenthalten ist nichts ernstes, dennoch gute Besserung und viel Glück weiterhin.

    Liebe Grüße

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    1. Da war der Kommentar zu schnell 😀 Danke für deine Komplimente! 🙂
      Wie schon geschrieben, kommt zur Selbstliebe nochmal ein einzelner Beitrag, weil mir dieses Thema so wichtig ist. Man liest so viel unterschiedliches, mal soll man möglichst dünn sein, mal ein paar Kilo zu viel auf den Rippen haben. Ich hoffe einfach, dass der ein oder andere Mensch sich hierher verirrt und sich wohlfühlt – wenns auch nur so lang ist, wie er die Worte liest.
      Mein Freund war mehrfach im KH Anfang des Jahres, es ist nichts Ernstes gewesen, werde ihm dein Glück ausrichten 🙂 Danke für deine Wünsche, liebe Grüße, Ziska 🙂

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